Suchbegriff:
 

Kultur- und Studienreisen nach Suedamerika

Broschüre gratis!

Brasilien Information :

Sowohl Brasilien als auch Deutschland messen den bilateralen Beziehungen wie auch den biregionalen Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika insgesamt strategische Bedeutung bei. Der bilaterale politische Austausch ist breit angelegt und umfaßt auch die Themen Menschenrechte, Umweltschutz, Schutz indigener Völker und entwicklungspolitische Zusammenarbeit. In vielen Fragen auf der internationalen Agenda, so z.B. hinsichtlich der Reform des Systems der Vereinten Nationen, der internationalen Abrüstungspolitik, der Fortentwicklung des internationalen Strafrechts und der internationalen Strafgerichtsbarkeit, aber auch beim Bekenntnis zum Ausbau des multilateralen Systems der internationalen Zusammenarbeit liegen die Standpunkte von Brasilien und Deutschland eng beieinander. Dies zeigte sich zuletzt bei der übereinstimmenden Position in bezug auf den Irak-Krieg. Besondere Aufmerksamkeit widmen sowohl Deutschland wie auch Brasilien dem wissenschaftlich-technologischen und dem kulturellen Austausch. Beiträge deutscher Einwanderer bis in die Gegenwart werden ausdrücklich anerkannt. Es besteht eine Vielzahl von Brücken zwischen Nicht-Regierungsorganisationen in beiden Ländern.

Zu einer Intensivierung der ohnehin guten Beziehungen kam es in den frühen neunziger Jahren. Zwei Besuche von Bundeskanzler Kohl (1991 und 1996), ein erster Besuch von Staatspräsident Cardoso (1995), ein weiterer Gegenbesuch von Bundespräsident Herzog (1995) sowie eine bis dato nicht gekannte Zahl gegenseitiger Minister- und Abgeordnetenbesuche haben den Beziehungen eine neue Qualität gegeben. Präsident Cardoso traf Bundeskanzler Gerhard Schröder im April 1999 in Bonn. In seiner Eigenschaft als EU-Ratspräsident hatte Bundeskanzler Schröder gemeinsam mit Staatspräsident Cardoso den Vorsitz des Gipfels der Staats- und Regierungschefs Europas, Lateinamerikas und der Karibik in Rio de Janeiro inne (28.06.1999). Im darauffolgenden Jahr besuchte Staatspräsident Cardoso Deutschland gleich zweimal: zu den deutsch-brasilianischen Unternehmertagen in Potsdam (März 2000) und anläßlich der Konferenz zum Thema "Modernes Regieren im 21. Jahrhundert" (Juni 2000), zu der Bundeskanzler Schröder nach Berlin eingeladen hatte. Am 13. und 14. Februar besuchte Bundeskanzler Schröder mit einer großen Unternehmerdelegation Brasilien. Sein erster bilateraler Besuch führte den neuen Staatspräsidenten Lula bereits wenige Wochen nach seinem Amtsantritt nach Deutschland.

Wirtschaftsbeziehungen 
Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Die deutschen Exporte nach Brasilien beliefen sich 2002 auf 4,899 Mrd. EUR (2001: 5,708 Mrd. EUR), die Importe aus Brasilien auf 3,77 Mrd. EUR (2001: 4,085 Mrd. EUR). Brasilien liegt damit als Abnehmerland deutcher Waren auf Platz 25 und als Lieferland auf Platz 26. Der Bestand der deutschen Direktinvestitionen im Jahr 2000 betrug 8,582 Mrd. Euro. Deutschland ist damit der drittgrößte Auslandsinvestor in Brasilien, dies bei allerdings in den letzten Jahren stark sinkendem Anteil an neuen Auslandsinvestitionen in Brasilien. Die deutsche Beteiligung an den brasilianischen Privatisierungen der letzten Jahre (insbesondere Telekommunikation, Bankenwesen) macht nicht einmal 1% aus. Die Bereiche Energie und Wasser wurden in der Spätphase der Ära Cardoso von weiterer Privatisierung vorläufig ausgenommen. Deutsche Unternehmen haben sich für diesen Bereich stärker interessiert.
Wichtig ist, dass die bereits in Brasilien tätigen deutschen Tochterunternehmen, ca. 800 an der Zahl, zunehmend reinvestieren. Bis 2005 sollen 2,5 Mrd EUR investiert werden.
Wichtigste bilaterale Wirtschaftsabkommen sind:
* Doppelbesteuerungsabkommen vom 27.06.1975, in Kraft seit 01.01.1976
* Seeverkehrsvertrag vom 04.04.1979 mit 2. Zusatzprotokoll vom 18.11.1992
* Investitionsschutz- und -fördervertrag vom 21.09.1995 (bislang von Brasilien noch nicht ratifiziert).EU und Mercosur vereinbarten Ende Juni 1999 auf dem Gipfel in Rio de Janeiro die Aufnahme von Verhandlungen mit dem Ziel eines Assoziierungsabkommens. Die 10. Runde der Verhandlungen ist für 23.-27. Juni 2003 in Asunción vorgesehen.

Entwicklungszusammenarbeit
Mit bisher über 1,5 Mrd. EUR deutscherseits zur Verfügung gestellter Mittel im Rahmen der Technischen und Finanziellen Zusammenarbeit sowie den über private Träger und Kirchen eingesetzten Mitteln steht Brasilien an der Spitze der lateinamerikanischen Partnerländer. Neben den umfangreichen Privatinvestitionen deutscher Unternehmen ist die Entwicklungszusammenarbeit der zweithöchste Posten im bilateralen

Kooperationsprozess.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat der brasilianischen Entwicklung wichtige Impulse gegeben durch die Aus- und Fortbildung brasilianischer Fach- und Führungskräfte, den Aufbau eines eigenen Berufsbildungssystems, durch wichtige Beiträge im Normenwesen, in der Qualitätskontrolle, Messwesen etc., Maßnahmen, die vor allem der brasilianischen Klein- und Mittelindustrie zugute kamen. Das derzeit laufende Programm umfaßt insbesondere Projekte und Programme zum Schutz der brasilianischen Tropenwälder, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in ländlichen Regionen, industriellen und städtischen Umweltschutz sowie Maßnahmen zur Minderung der ländlichen Armut.
Im Bereich Umweltschutz ist Deutschland der größte bilaterale Geber und finanziert allein im internationalen Pilotprogramm zum Schutz der tropischen Wälder mit rd. 250 Mio. EUR fast die Hälfte. Das Programm ist durch seine internationale Beteiligung sowie seine Abstimmungs- und Verhandlungsmechanismen weltweit einmalig.

Kulturelle Beziehungen
Auch im Kulturbereich ist Brasilien ein wichtiger Partner für Deutschland; so wie umgekehrt in Brasilien traditionell großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Deutschland zu finden ist. Bereits 1969 wurde die kulturelle Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Kulturabkommen formalisiert.
Goethe-Institut Inter Nationes ist mit fünf Kulturinstituten in Brasilien vertreten: São Paulo, Curitiba, Porto Alegre, Rio de Janeiro und Salvador. Darüber hinaus fördert Goethe-Institut Inter Nationes das Goethe Zentrum in Brasília, das deutsch-brasilianische Kulturzentrum in Recife und die DAAD-Kulturlektorate in Belém, Fortaleza und Belo Horizonte.
Deutsch als Fremdsprache erfreut sich in Brasilien nicht nur in den traditionellen Gebieten deutscher Einwanderung im Süden des Landes großer Beliebtheit mit wachsenden Schülerzahlen. Dabei wird Deutsch heute zunehmend als wichtige Berufsqualifikation betrachtet.
In Brasilien bestehen drei deutsche Begegnungsschulen. Davon befinden sich zwei in São Paulo, die dritte in Rio. In Porto Alegre gibt es eine Schule mit verstärktemDeutschunterricht.
Wachsende Bedeutung gewinnt die Hochschulzusammenarbeit mit Brasilien, das schon heute wichtigster Partner des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Lateinamerika ist. Die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der DAAD-Außenstelle in Rio de Janeiro im September 2002 zeigten die durch die langjährige Zusammenarbeit entstandenen Verknüpfungen zwischen beiden Ländern. Bislang konnten schon über 28.000 Studenten und Wissenschaftler von den zahlreichen Stipendienprogrammen profitieren, und es bestehen über 50 Partnerschafts- und Forschungsprogrammvereinbarungen zwischen deutschen und brasilianischen Universitäten. Zu den wichtigsten Austauschprogrammen, die der DAAD gemeinsam mit seinen brasilianischen Partnern durchführt, zählt das Jahresstipendiatenprogramm für brasilianische Doktoranden (jährlich ca. 60 Stipendiaten). In der 1998 geschaffenen Arbeitsgruppe "Bildungszusammenarbeit" werden die Grundsätze und Schwerpunkte der Hochschulzusammenarbeit festgelegt und ständig angepaßt. Wichtige Impulse zur Intensivierung der Zusammenarbeit auf diesem Gebiet hat der Brasilien-Besuch der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn im Herbst 2000 gegeben.
Acht entsandte DAAD-Lektoren sind in Brasilien eingesetzt (darunter die Kulturlektoren in Belém und Fortalezza, sowie in Belo Horizonte). Sie sind zunehmend auch mit Studienberatung und Information betraut.
Auch der künstlerische Austausch zwischen Brasilien und Deutschland hat sich in den letzten Jahren intensiviert. Die Kunstbiennale 2002 in São Paulo stand unter dem Motto "Iconografias Metropolitanas" und räumte Deutschland einen renommierten Platz ein. Ebenso war Deutschland hochrangig bei der ArtMídia 2002 vertreten. Daneben fanden Ausstellungen zu Johann Moritz Rugendas und eine Marlene Dietrich/Leni Riefenstahl-Retrospektive großes Medienecho. Im musikalischen Bereich kehrte durch eine "Parsifal"-Aufführung in Salvador de Bahía Richard Wagner nach Brasilien zurück. Für 2003 wird der Windsbacher Knabenchor zu einer Brasilientournee erwartet.

Copyright 4starSouthAmerica by Universal Understanding . All rights reserved.

4starSouthAmerica and Value Travel Flights by 4starSouthAmerica are based with their sales offices in Washington, DC; Chehalis, WA; Stuttgart, Germany and with their own operations office in Rio de Janeiro.
Please call 1-866-464-7827 for tours and land packages
and 1-800-887-5686 for Nur Fluege.